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Fachbereich

Psychiatrie

Die Psychiatrie befasst sich mit psychischen Erkrankungen und Störungen, die Stimmung, Denken, Wahrnehmung, Verhalten, Schlaf, Antrieb und soziale Teilhabe beeinflussen können. Als medizinisches Fachgebiet berücksichtigt sie biologische, psychologische und soziale Faktoren und verbindet Diagnostik, Beratung, medikamentöse Behandlung, psychotherapeutische Elemente und koordinierte Verlaufskontrolle.

Wichtig bei akuten psychischen Krisen

Akute Suizidgedanken, Selbst- oder Fremdgefährdung, starke Erregung, Verwirrtheit, Realitätsverlust oder Rauschzustände können Notfälle sein. Bitte rufen Sie sofort den Rettungsdienst oder wenden Sie sich an die nächste Notaufnahme.

Wann eine psychiatrische Abklärung sinnvoll sein kann

Eine psychiatrische Vorstellung kann helfen, wenn emotionale, kognitive oder verhaltensbezogene Beschwerden anhalten, belasten oder Alltag, Arbeit, Beziehungen oder Schlaf einschränken.

  • Anhaltende Traurigkeit, Antriebsmangel oder Interessenverlust
  • Ängste, Panikattacken oder Vermeidungsverhalten
  • Schlafprobleme, innere Unruhe oder Erschöpfung mit psychischer Belastung
  • Starke Stimmungsschwankungen, manische Phasen oder depressive Episoden
  • Traumabezogene Beschwerden nach schwerer Belastung
  • Zwangsgedanken oder zwanghafte Handlungen
  • Halluzinationen, wahnhafte Gedanken oder deutlicher Realitätsverlust
  • Suchtprobleme oder schädlicher Gebrauch von Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen

Diagnostik

Psychiatrische Diagnostik in der Praxis

Die psychiatrische Diagnostik beruht auf einem sorgfältigen Gespräch, einer strukturierten Erfassung der Beschwerden und, falls erforderlich, weiteren Untersuchungen, um körperliche oder neurologische Einflüsse zu berücksichtigen.

Psychiatrisches Gespräch

Das ausführliche Gespräch umfasst aktuelle Beschwerden, Lebenssituation, Vorerkrankungen, Medikamente, Schlaf, Belastungsfaktoren und persönliche Ressourcen.

Psychopathologischer Befund

Stimmung, Antrieb, Denken, Wahrnehmung, Gedächtnis, Konzentration und Verhalten werden im Gespräch strukturiert eingeschätzt.

Körperliche und neurologische Orientierung

Bei Bedarf werden körperliche oder neurologische Ursachen sowie Medikamenteneffekte berücksichtigt und weitere Untersuchungen veranlasst.

Fragebögen und Tests

Standardisierte Fragebögen oder psychologische Tests können die Einschätzung unterstützen, zum Beispiel bei Depressionen, Ängsten, ADHS oder kognitiven Beschwerden.

Häufige psychiatrische Themen

Die Praxis begleitet Erwachsene mit unterschiedlichen psychischen Beschwerden. Die folgenden Beispiele dienen der Orientierung und ersetzen keine individuelle ärztliche Diagnose.

Depression, Erschöpfung und bipolare Beschwerden

Depressive Beschwerden können anhaltend gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Schlafprobleme, Erschöpfung und verminderte Konzentration umfassen. Ausgeprägte Phasen gehobener Stimmung, gesteigerten Antriebs oder verminderten Schlafbedürfnisses können auf bipolare Beschwerden hinweisen.

Angst, Panik und Zwangsbeschwerden

Ängste und Zwänge können den Alltag deutlich einschränken. Eine fachärztliche Einschätzung hilft, Auslöser, aufrechterhaltende Faktoren und geeignete Behandlungsschritte zu klären.

Belastungs- und traumabezogene Störungen

Nach schweren Belastungen, Unfällen, Verlusten oder bedrohlichen Erfahrungen können Beschwerden wie Anspannung, belastende Erinnerungen, Vermeidung, Reizbarkeit oder Schlafprobleme auftreten.

Psychotische Beschwerden und schwere psychische Krisen

Veränderungen der Wahrnehmung, wahnhafte Ideen, deutlicher Rückzug oder ungeordnetes Denken sollten frühzeitig abgeklärt und mit einem strukturierten Plan behandelt werden.

ADHS und Konzentrationsprobleme

Aufmerksamkeits-, Organisations- und Impulskontrollprobleme können bis ins Erwachsenenalter bestehen und sich mit Schlafproblemen, Depressionen, Ängsten oder Substanzkonsum überschneiden.

Sucht und psychosomatische Beschwerden

Problematischer Alkohol-, Medikamenten- oder Substanzgebrauch sowie körperliche Beschwerden, die durch psychische Belastung beeinflusst werden, können im Rahmen eines Gesamtplans eingeschätzt und behandelt werden.