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Fachbereich

Schlafmedizin

Die Schlafmedizin befasst sich mit nicht erholsamem Schlaf, Tagesschläfrigkeit, Atmungsstörungen im Schlaf sowie schlafbezogenen neurologischen oder psychischen Beschwerden. Ziel ist es, behandelbare Ursachen zu erkennen und Schlafqualität, Leistungsfähigkeit am Tag und Sicherheit im Alltag zu verbessern.

Wichtig bei Tagesschläfrigkeit

Bei starker Tagesschläfrigkeit, Sekundenschlaf oder verminderter Aufmerksamkeit fahren Sie bitte kein Auto und bedienen Sie keine Maschinen, bis die Ursache ärztlich geklärt ist. Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen oder akute neurologische Beschwerden erfordern eine notfallmedizinische Abklärung.

Wann eine schlafmedizinische Abklärung sinnvoll sein kann

Eine schlafmedizinische Vorstellung kann helfen, wenn Schlaf dauerhaft nicht erholsam ist oder schlafbezogene Beschwerden Konzentration, Stimmung, Herz-Kreislauf-Gesundheit oder Sicherheit im Alltag beeinträchtigen.

  • Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder zu frühes Erwachen
  • Lautes Schnarchen, beobachtete Atempausen oder nächtliches Luftschnappen
  • Tagesschläfrigkeit, Sekundenschlaf oder verminderte Konzentration
  • Morgendliche Kopfschmerzen, trockener Mund oder nicht erholsamer Schlaf trotz ausreichender Bettzeit
  • Unruhige Beine, Missempfindungen in den Beinen oder periodische Beinbewegungen
  • Schlafwandeln, Ausagieren von Träumen, Nachtschreck oder ungewöhnliche Bewegungen im Schlaf
  • Schlafprobleme im Zusammenhang mit Depression, Angst, Stress oder neurologischen Erkrankungen
  • Probleme mit CPAP-Therapie, Maskenverträglichkeit oder Verlaufskontrolle nach Schlaflabor-Diagnostik

Diagnostik

Schlafmedizinische Diagnostik in der Praxis

Schlafstörungen können körperliche, neurologische, psychiatrische, medikamentöse und lebensstilbezogene Ursachen haben. Die Diagnostik verbindet daher eine ausführliche Schlafanamnese mit gezielten Untersuchungen und, bei entsprechender Indikation, technischen Schlafmessungen.

Schlafanamnese und Schlaftagebuch

Schlafzeiten, Schlafqualität, Beschwerden am Tag, Arbeitszeiten, Stress, Koffein, Alkohol und Medikamente werden erfasst, um Muster und Auslöser zu erkennen.

Fragebögen und Schläfrigkeitsskalen

Standardisierte Fragebögen können helfen, Schlafqualität, Tagesschläfrigkeit und die Wahrscheinlichkeit schlafbezogener Atmungsstörungen einzuschätzen.

Schlafapnoe-Screening

Bei Verdacht auf Schlafapnoe können ambulante Messungen Atmung, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz, Körperlage und Schnarchen während der Nacht erfassen.

Koordination mit dem Schlaflabor

Wenn eine weiterführende Diagnostik nötig ist, kann eine Untersuchung im Schlaflabor veranlasst oder vorhandene Schlaflaborbefunde ausgewertet werden.

Häufige schlafmedizinische Themen

Die folgenden Beispiele sind häufige Gründe für eine schlafmedizinische Abklärung. Die genaue Diagnose und der Behandlungsplan richten sich nach den individuellen Befunden.

Insomnie und nicht erholsamer Schlaf

Insomnie kann Einschlafstörungen, nächtliches Erwachen, zu frühes Erwachen oder nicht erholsamen Schlaf umfassen. Stress, Gewohnheiten, Medikamente sowie körperliche oder psychische Erkrankungen können dazu beitragen.

Obstruktive Schlafapnoe und Schnarchen

Eine obstruktive Schlafapnoe kann Atempausen, Sauerstoffabfälle und wiederholte Weckreaktionen im Schlaf verursachen. Typische Hinweise sind lautes Schnarchen, Tagesschläfrigkeit und morgendliche Kopfschmerzen.

Restless Legs und periodische Beinbewegungen

Missempfindungen und Bewegungsdrang in den Beinen, besonders abends oder in Ruhe, können das Einschlafen und Durchschlafen stören.

Parasomnien und ungewöhnliches Verhalten im Schlaf

Schlafwandeln, Nachtschreck, Ausagieren von Träumen oder andere ungewöhnliche Bewegungen können abklärungsbedürftig sein, besonders bei Verletzungen, Beeinträchtigung am Tag oder Verdacht auf neurologische Ursachen.

Hypersomnie und ausgeprägte Tagesschläfrigkeit

Anhaltende Tagesschläfrigkeit kann viele Ursachen haben, darunter Schlafapnoe, zu wenig Schlaf, Medikamenteneffekte, neurologische Erkrankungen oder psychiatrische Beschwerden.

Schlaf und psychische Gesundheit

Depressionen, Ängste, Stress und traumabezogene Beschwerden können den Schlaf stören. Gleichzeitig kann schlechter Schlaf psychische Beschwerden verstärken.